Was kann das Aktionsprogramm "Starkes Mandat"?
Transkript anzeigen
00:00:00: Stellen Sie sich vor, sie engagieren sich ehrenamtlich für Ihre Gemeinde oder Ihre Stadt.
00:00:05: Sie opfern ihre Freizeit um Spielplätze zu planen und den Haushalt zu retten.
00:00:10: Und dann schlägt Ihnen im Netz oder sogar an der Haustür blanker Hass entgegen!
00:00:15: Eine aktuelle Umfrage der Körperstiftung zeigt, jeder vierte Bürgermeister beobachtet eine Zunahme demokratieffeindlicher Tendenzen – und viele fragen sich, warum mache ich das eigentlich noch?
00:00:27: Genau hier setzen wir an.
00:00:28: Wir reden nicht nur über Probleme, sondern über die Rüstung für das Ehrenamt!
00:00:32: Wie wird man als Kommunalpolitikerin oder Kommunalpolitikern wetterfest gegen Anfeindungen?
00:00:38: Und wie streitet man hart in der Sache aber fair im
00:00:41: Ton?!
00:00:42: Ja und damit herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des STGT-Protest!
00:00:46: Mein Name ist Susannemir Oskar und ich freue mich ganz besonders heute im Gespräch mit Janek Roscher genau diesen Fragen... nachgegeben zu können.
00:00:54: Janik, erst mal herzlichen willkommen in unserer Sendung!
00:00:57: Moin ja es schön dabei zu sein.
00:01:00: Als Leiter des Programms Resilienz und Kommune hast du einen Werkzeugkasten Quasim Gepäck der gerade jetzt in Mecklenburg-Vorpommern ausgerollt wird.
00:01:09: aber nochmal zunächst ganz ganz lieben Dank dass wir heute hier im wunderbaren Hamburg sein dürfen.
00:01:14: meine erste Frage Was genau treibt die Körberstiftung an, sich so intensiv um die Bürgermeisterinnen und Bürgemeister in Mecklenburg-Vorpommern zu kommen?
00:01:24: Ja erstmal schön dass du hier bist.
00:01:27: Voll gerne!
00:01:28: Vielen Dank auf die Einladungen hier im Podcast dabei sein zu dürfen vor mich wirklich sehr.
00:01:33: Genau die Frage in kürze beantwortet würde ich sagen die politisch engagierten in Meckenburg Vorpommern wenn die uns motivieren aber natürlich dann auch die Lage vor Ort Vielleicht ein bisschen zugespitzt.
00:01:45: Ich würde nicht sagen, wir kümmern uns um die sondern wie können wir sie am besten unterstützen?
00:01:50: So und wenn ich da so ein bisschen ausfohlen kann glaube ich erklärt sich das am besten wenn ich sage Wie wir als Körberstiftung operativ unterwegs sind also wie wir uns verstehen und damit mit diesen schönen Dreiklang von Reden Handeln bewegen.
00:02:04: und Reden ist natürlich miteinander ins Gespräch kommen Netzwerkarbeit Hierbei aber auch vor allem mit der Zielgruppe, beispielsweise mit Bürgermeistern und Bürgermaisernsgespräch zu treten.
00:02:15: Studien gut achten!
00:02:17: Und dann dieser Transfer zum Reden zum Handeln.
00:02:22: Also im Fall von Bürgemeisterinnen, Bürg gemeisterinnen und Mecklenburg-Vorpommern.
00:02:27: Wie können wir konkrete Angebote dieser Zielgruppen vor Ort anbieten durch Projekte?
00:02:32: Und das punkt bewegende ist dann was strukturelles also sehr groß gedacht natürlich aber immer.
00:02:38: Wie können wir Veränderungen erzeugen?
00:02:39: Und das ist das, wo wir uns befinden.
00:02:42: Da bin ich mal in Stiftung und dann ist die Lage einfach so dass wir sehen, dass wir uns engagieren müssen.
00:02:48: Wichtige und wertvolle Arbeit auf jeden Fall!
00:02:50: Die Körperstiftung ist bekannt für ihre Arbeit an gesellschaftlichen Bruchstellen.
00:02:55: Janik, wo siehst du aktuell den größten Bruch in der kommunalen Welt?
00:02:59: Ja, da ist ja also eine riesige Frage sage ich mal... Wenn wir sagen, die Herausforderungen zu benennen bei all diesen Kommunalbedürsenden Herausforderungen dann ist es herausfordernd das zu sagen.
00:03:13: Deswegen würde ich auf zwei Ebenen antworten.
00:03:15: Eine strukturellen und vielleicht eine individuellen.
00:03:19: Bei der strukturen, da sage ich deinen Zuhören nichts Neues, fehlender Haushaltsmittel so finanzielle Not.
00:03:27: Das sagen auch unsere Studien, ninety-four Prozent der ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgemeister sagen fehlende Haushaltsmitte sind die größte oder große Herausforderung.
00:03:37: Ich würde aber sagen, es ist nicht nur ein monetäres Defizit sondern dadurch erwächst auch ein demokratisches Defizite weil was können die Personen dann noch machen?
00:03:46: Also Mangelverwaltung, nur Pflichtaufgaben.
00:03:49: wo ist dieser Gestaltungsspielraum der die kommunale Demokratie auch kennzeichnet?
00:03:55: und gerade für Ehrenamtliche ist das natürlich ausschlaggebend auch oft dafür warum sie sich engagieren.
00:04:01: Und wenn wir dann von der Strukturen auf die individuelle Ebene gehen und uns die Zielgruppe anschauen, also ehrenamtliche Bürgermeister- und Bürgermesser beispielsweise.
00:04:09: Hast du ja schon erwähnt?
00:04:10: Also, forty vier Prozent von denen sagen auch sie werden oder ihr Umfeld wird beleidigt angegriffen.
00:04:17: über die Hälfte von denen fühlt sich dadurch stark belastet.
00:04:21: Dann kommen die Hürden
00:04:23: etc.,
00:04:23: da kommt bestimmt auch noch ein Gespräch drauf dass die eine Seite und die andere Seite ist.
00:04:27: ja was kriegen Sie dafür.
00:04:30: Aufwandsentschädigung ist der eine Punkt, aber auch Anerkennung.
00:04:34: Und wenn wir dann schauen Bürgerinnen und Gemeinderäte, da ist schon noch oft ne Art von Anerkinnung da, aber wer ist denn eigentlich verantwortlich für die kommunale Ebene?
00:04:44: Das ist die Landesseite!
00:04:46: Von der Landesregierung fühlen sich nur sechzehn Prozent der ehrenamtlichen Bürgermeistern anerkannt und wertgeschätzt.
00:04:53: Das ist sehr gering!
00:04:55: Wenn wir das dann gesamtheitig betrachten, sie bemühen sich so... gegen Anfeindungen, keine Wertschätzung.
00:05:01: bis jetzt sehr ein düsteres Bild was man zeichnet.
00:05:04: Dann stellt sich schon die Frage warum engagieren sich die Menschen noch überhaupt?
00:05:08: Es gehört dann offensichtlich schon zum kommunalen Alltag dazu dass man genau diese Themen, dass man sich genau diesen Themen auch konfrontiert sieht.
00:05:16: Janik, was war für dich persönlich der Ausdruckser zu sagen wir müssen einen Programm jetzt wie das Programm Starkes Mandat schaffen?
00:05:23: Gab es diesen einen Moment oder gab es dieser eine Begegnung?
00:05:28: Also ich weiß immer, dass man das liebt.
00:05:32: Ich habe den einen Bürgermeistern getroffen und dann war es da.
00:05:38: Leider kann ich nicht mit so einer Geschichte jetzt dienen sondern es war eher ein Kombinationspunkt.
00:05:43: also auch da ein bisschen ausholen.
00:05:46: wir als Bereich Demokratie und Zusammenhalt sind seit dem Jahr zwanzig achtzehn unterwegs auf der kommunalpolitischen Ebene und sind immer weiter unterwegs.
00:05:53: und je mehr wir bundesweit unterwegs wären, desto Leerstellen fallen auf mehr Herausforderungen.
00:06:00: Und warum jetzt das starke Mandat ist ja eigentlich die Frage, also unser Aktionsprogramm und wir sind mit dem starken Mandat in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt unterwegs?
00:06:11: Was liegt nahe Landtagswahlen?
00:06:14: so und um das vorab zu sagen Das Aktionsprogramm hat nichts mit der Landesebene zu tun.
00:06:20: was wir aber natürlich bemerken ist dass durch Wahlkämpfe auch auf Landes Bundesebene der Ton noch rauer wird, die Debatten noch hitziger und wie so ein Spillover Effekt.
00:06:31: Also das was auf Landesebene passiert wirkt sich auch auf der kommunalen Ebene aus.
00:06:35: also die Dynamiken wirken da auch.
00:06:38: gleichzeitig sind sie auf der Kommunalebene aber oft nicht mit den Bergzeugen Unterstützungsmaßnahmen so ausgerüstet wie auf der landesebene.
00:06:47: und damit gesagt dann müssen wir ansetzen schnelles Hilfsprogramm was kostenfrei ist was praxisnah ist und was wir jetzt schnell auf die Straße bringen können.
00:06:55: Du hattest schon so ein paar Zahlen aus der aktuellen Vorsorhnfrage genannt, diese Zahlen wurden ja gerade erst veröffentlicht und da vielleicht auch noch mal kurz rausgeriffen, neunundsechzig Prozent der ehrenamtlichen Bürgermeister und Bürgermesser verbringt ja jetzt eigentlich mehr als die Hälfte ihrer Zeit mit Verwaltung statt Mitgestaltung.
00:07:18: Kannst du vielleicht noch was dazu sagen, wie sehr tatsächlich diese Bürokratie lasst letztendlich auch an der Resilienz der Amtssträgerinnen und Amtsssträgers her?
00:07:27: Ja.
00:07:27: Also genau in unserer Vorsorumfrage haben wir festgestellt zwei Dritte über zwei Dritze sagen das sie nicht mehr genug gestalten können.
00:07:35: In Mecklenburg-Vorpommern ist es vielleicht etwas Positives da sind's nur über fünfzig Prozent aber selbst die Hälfte genau über die Hähste zugenommen in den letzten Jahren.
00:07:50: Und warum zehrt das an der Resilienz?
00:07:52: Also die Frage müssen wir uns ja am Anfang stellen, was motiviert die Leute überhaupt sich dieses Amtmandat anzunehmen?
00:08:01: und wenn man einen Anführungszeichen nur mit Verwaltung zu tun hat oder Verwaltungsaufgaben nicht mit der Verweitung sondern mit Verweitungsaufgang dann zieht es natürlich Energie so und das nimmt auch diesen Gestaltungsspielraum weil zeigen auch unsere Umfragen, was die Leute motiviert ist.
00:08:18: Die eigene Gemeinschaft, Gemeinde, Ort statt gestalten zu können.
00:08:23: und wenn das Fenster immer kleiner wird, stellt sich immer mehr die Frage Warum mache ich das überhaupt?
00:08:29: Und genau da glaube ich es so.
00:08:31: ein zentraler Schmerzpunkt auf der strukturellen Ebene den wir bundesweit sehen aber halt auch im Weg nach vormand Das
00:08:38: hatten wir gerade schon gehört.
00:08:39: Das hattest du berichtet, dass jetzt gerade auch im Zusammenhang mit den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und natürlich auch in Mecklenburg-Vorpommern der Ton auch dadurch ein Stück weit rauer wird auf der kommunalpolitischen Ebene.
00:08:52: Also ihr hört noch hier mehr von einer Verrohrung des Sittenen.
00:08:58: Ist das ein Phänomen der sozialen Medien?
00:09:00: oder ist die Stimmung in den Stadt- oder Gemeindevertretungen?
00:09:04: Konkret zum Beispiel bei Mecklenburg-Vorpommern, tatsächlich aggressiver geworden?
00:09:08: Ja.
00:09:09: Ich finde es spannend dass du direkt in so einer Verrohung der Sitten, weil das hat ja noch ein bisschen mehr Kraft dahinter.
00:09:16: ich glaube, dass der Ton rauer wird.
00:09:19: gesamtgesellschaftlich ist evident.
00:09:21: Das zeigen die Studien.
00:09:24: Unsere Umfragen zeigen auch, dass zu einer wahrgenommenen Verrohrung auf jeden Fall auch kommt.
00:09:30: des Umgangsinhalt der eigenen Gemeinde sagen über sieben, dreißig Prozent der Befragten ehrenamtlichen Bürgermeistern und Bürgemeister.
00:09:37: Und besonders alarmieren würde ich sagen das achtensechzig Prozent der befragte sagen dass sich mehr Unmut und Zufriedenheit spiegelt gerade in Mecklenburg-Vorkommann.
00:09:48: das ist zehn Prozent über den bundesweiten Schnitt so.
00:09:52: Das ist natürlich total erschreckend.
00:09:55: und wenn wir jetzt den Blick auf statt Gemeinderwete oder Vertretung anwenden.
00:10:01: Dann würde ich sagen, dass es ja eigentlich der Raum des demokratischen Austausches so und vielleicht eine positive Nachricht wäre.
00:10:10: Seinseventig Prozent der Befragten in Mecklenburg-Vorpommern sagen das ist noch gut in den Gemeindereden.
00:10:18: Das ist immer noch schlechter als der Bundesdurchschnitt aber es ist ja trotzdem ein gutes Zeichen.
00:10:25: gleichzeitig sagen aber auch über ein fünfte Es verschlechtert sich in den letzten Jahren.
00:10:30: Und das tangiert dann ja wieder Themen von Nachwuchs, Repräsentationen und auch wieder warum engagieren sich die Menschen?
00:10:40: Ich weiß nicht ob ich von einer verrungenden Sitten sprechen würde aber schon dass der Ton rauer wird und dass dieses Gesamtgesellschaft Phänomen auch an dem Gemeindevertreten bemerkbar ist.
00:10:51: Da merken wir auf jeden Fall eine Art von Korrelation.
00:10:55: Causality würde ich jetzt noch nicht sagen, weil das können wir nicht nachzeichnen.
00:10:58: Aber auf jeden Fall sehen wir da Gemeinsamkeiten.
00:11:01: Wir dürfen ja vor allem auch nicht vergessen dass was in den Vertretungen passiert, das wirkt ja auch direkt nach außen und häufig muss man sich dann ja auch fragen naja gut was geben wird dann als Stadt oder auch als gemeine Vertretung letztendlich auch für ein Bild nach Außen ab wenn es letztendling nur noch darum geht wer am lautesten ist?
00:11:17: Oder wer sich durch irgendwelche Zwischenrufe versucht zu prüfen
00:11:22: hier?
00:11:22: Absolut
00:11:24: Nachfugsorgen, du hast das gerade schon mal so ein bisschen gebliefert.
00:11:27: Wenn die Amtsinhaber uns zufrieden sind, wer soll dann folgen?
00:11:31: Also die Frage ist wie gefährlich es hat, welche die aktuelle Berge jetzt für die Kommunalbahn auch in der Zukunft?
00:11:37: Ja!
00:11:39: Das ist eine super große Frage mit der wir uns als Körperstiftung auch schon länger auseinandersetzen und da würde ich's mal anso... Gesprächen auch ein bisschen festmachen, die ich in den letzten Jahren geführt habe.
00:11:50: Also mit Stadtgemeinderäten aber vor allem auch mit Bürgermeisterinnen und Bürgemeister ehrenamtlich hauptamtlich bundesweit.
00:11:57: Und das sagt dein Zuhörende wahrscheinlich nichts Neues trifft man häufiger auf Personen, die sagen Ich mach' das seit dreißig Jahren so!
00:12:04: Das ist ja total beeindruckend.
00:12:07: Manchmal stellt sich denn aber die Frage Machen sie es weil dies machen müssen?
00:12:11: Weil sich niemand mehr findet oder weil sie einfach noch immer diesen Drive haben und die Lust, das zu machen.
00:12:17: So ein bisschen Wechsel im politischen System kann ja auch mal ganz gut sein.
00:12:23: Und ich glaube dass das spricht einerseits für totale Anerkennung aber andererseits auch für ein strukturelles Problem.
00:12:29: was wir auch ansprichst so Nachwuchs sorgen.
00:12:32: Und zweiundvierzig Prozent der Befragten in Mecklenburg-Vorpommern sagen sie werden definitiv nicht zur nächsten Wahl antreten.
00:12:39: Passt dir Hälfte!
00:12:40: Das ist eine Hausnummer ne?
00:12:42: Die Frage stellt sich damit Wer folgt, so oder folgt überhaupt jemand?
00:12:46: und ich glaube das ist echt ein krasses Problem.
00:12:51: Weil wer kann das dann noch machen?
00:12:54: Wer möchte das machen?
00:12:55: durch die Rahmenbedingungen stellen wir auch den Leuten ob sie es machen wollen.
00:12:59: Und ich glaube so ein Schreckenszenario was denn immer mir in Kopf kommt Ist wenn sich niemand findet Dann kommt's ja zu einer Art von Abgabe der Aufgabe, weil ich sage an den Landkreis und dann werden nur noch Mindestaufgaben erfüllt.
00:13:15: Aber dann dreht sich diese Spirale von demokratischen Defizit, wo wir im Anfang gesprochen haben direkt immer weiter?
00:13:22: Weil nur noch die Mindest-Aufgaben keinen Einfluss mehr auf vor Ort, kein demokratisches Empfinden – das wird ja immer schlimmer!
00:13:30: Und es gibt Punkte, in denen man sagen kann, damit kann man das Amt attraktiver gestalten.
00:13:37: Ich glaube da muss man ran gehen Weil sonst bricht da etwas weg, worauf unser politisches System aufbaut.
00:13:46: Aber jetzt kommen wir noch mal zum Aktionsprogramm also das Herzstück auch der heutige Sendung im März.
00:13:54: Da erinnert sich haben wir ja das Programm oder hast du viel mehr des Programms?
00:13:59: Im Rahmen unseres dritten Bürgermeister-Fachtags in Güsthof vorgestellt was genau passiert jetzt in den kommenden Wochen?
00:14:06: und vor allem Ich würde diese Fragen kurz und ergänzen wollen, hat sich nach diesem Bürgermeister-Fachtag noch ein bisschen was ergeben?
00:14:14: Als du das da konkret vorgestellt hattest.
00:14:16: Ja vielleicht kurz im Aktionsprogramm... Das richtet sich ja an Bürgemeisterinnen, Bürgmeister, Verwaltungsspitzen, kommunale Räte.
00:14:25: Und seitdem hat sich Dein Kind etwas verändert, dass ich sagen würde es ist losgegangen So.
00:14:32: also es ist jetzt auch wirklich in Sachsen-Anhalt und die Komponenten haben wir gestartet Und es ist quasi, man kann sich das Aktionsprogramm starkes Mandat wie ein Blumstrauß an Angeboten vorstellen.
00:14:43: So und von uns als Körperschriftung aber auch über einen Dutzend Praxispartner wurden Angebote erarbeitet natürlich fundierend auf unseren Studienergebnissen Umfragen Gesprächen mit Betroffenen und diese Angebote sind auch unserer Website einsehbar.
00:15:00: Wichtig ist uns dass bedarfsorientiert ist und gleichzeitig vielleicht ja nichts Neues.
00:15:04: jede Kommune ist anders.
00:15:06: Das heißt, wir befinden uns jetzt gerade in der Phase wo interessierte Kommunen auf uns zukommen können und wir dann eine Art von Neudoy Matching machen.
00:15:14: Das heißt welche Bedarfe gibt es vor Ort?
00:15:17: Welche Angebote?
00:15:18: wie können wir vor Ort wirklich praxisnah Modular kostenfrei der Kommune Unterstützungsmaßnahmen anbieten?
00:15:26: entlang dieser drei Zielgruppen die ich gerade genannt habe?
00:15:31: Die Körperstiftung bietet ja, da hast du gerade schon so ein bisschen gesagt, Workshops direkt vor Ort an.
00:15:37: Gehen wir mal so ein bißchen rein ganz konkret was lernen dann Bürgermeisterinnen und Bürgemeister oder auch bisschen von Stadt- und Gemeindevertretungen aber natürlich auch Verwaltungsmitarbeiter dort konkret?
00:15:49: Ja also wie gesagt einen Blumstrauß für Praxispartner auch viel mit lokaler Erfahrung.
00:15:57: und Ziel ist es immer so ein bissel die lokale Demokratie und kommunale Demokratien zu stärken, weil aus der Perspektive vieler Bürgerinnen und Bürger ist ja die kommunale Politik quasi jene, die in der Verwaltung sitzen.
00:16:11: In den Gremien sitzen aber auch der Bürgermeister, die Bürgemeisterin.
00:16:15: Und wenn wir entlang dieser Gruppen gehen beispielsweise als Ratsmitglied, ich frage wie kann ich für ein respektvolles Miteinander hier in Gremium sorgen und welche Werkzeuge gibt es dafür, und welche flankierenden Maßnahmen sind hilfreich?
00:16:30: Als Person aus der Verwaltung die Frage wie kann ich mich für die freilich-demokratische Grundordnung einsetzen ohne gegen das Neutralitätsgebot zu verstoßen.
00:16:40: Und als Bürgermeisterin beispielsweise Wie kann mir eine gute Krisenkommunikation gelegen?
00:16:47: So!
00:16:48: Dann haben wir noch Angebote, die alle drei Gruppen gleichermaßen betreffen.
00:16:51: also Wir haben identifiziert, Desinformation ist ein ganz zentrales Thema auch auf der kommunalen Ebene und das ist natürlich für Verwaltungsmitarbeitende die beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit machen.
00:17:03: Für Bürgermeisterinnen-Bürgermeisters aber auch jene die in den kommunalen Gremien unterwegs sind ganz zental.
00:17:08: und wie können sie Desinformation erkennen?
00:17:11: Und wie können Sie auch der kommunale Ebene dagegen vorgehen?
00:17:15: Wenn ihr jetzt vor Ort seid und beispielsweise in einer Stadt oder auch in einer Gemeindevertretung unterstützt.
00:17:24: Ist es doch schon mal vorgekommen, dass ihr auf eine Situation gestoßen seid wo ihr schon gemerkt habt, oh, hier sind die Fronten doch ziemlich verhärtet.
00:17:35: und wie habt ihr oder konntet ihr wenn es tatsächlich so eine Situation mal gab?
00:17:40: Wie konntete ihr das auflösen?
00:17:42: Ja also ein Projekt was mir der Einfeld ist Respekt im Rat, wo wir in die kommunalen Kremien reingehen und versuchen Gesprächskurrekt zu erarbeiten für besser Diskussionskultur.
00:17:53: Und klar, da sind uns häufiger schon der härtete Fronten begegnet.
00:17:57: Was wir mit dem Projekt nicht mal ist eine akute Konfliktmediation.
00:18:00: Da gibt es andere Partner und Partnerinnen auch im Aktionsprogramm die besser geeignet sind.
00:18:05: Aber klar diese härteten Fronten gibt es.
00:18:07: Die können Prozesse, demokratische Prozese, Verwaltungsprozesse total lehnen.
00:18:15: Wenn man diesen Konflik dann ignoriert, bleibt ja diese Lehmung aufbestehen.
00:18:19: Genau das sollte nicht besser sein.
00:18:20: Also irgendwas muss man tun Und ich glaube, so kann man dieses Aktionsprogramm Starkesmandat auch ein bisschen verstehen als etwas Anstoß geben auf bestimmte Situationen vor Ort reagieren.
00:18:32: Bevor es vielleicht auch noch schlimmer wird und in dem Fall eine eingefahrene Situation sich komplett verhärtet.
00:18:39: Okay.
00:18:40: Und kannst du uns jetzt um Beispiel nennen aus anderen Bundesländern?
00:18:45: Wo Euro Unterstützung... die eine oder andere festgefahrenen Situation an Tasseffi noch lösen konnte?
00:18:53: Ja, also wir waren mit dem Projekt Respekt im Rat.
00:18:57: Wo halt das Ziel ist ein fraktionsübergreifenden Kodex zu erarbeiten.
00:19:01: wie gelingt eine gute Gesprächskultur in den kommunalen Quemen?
00:19:05: weil wir vor allem in Schleswig-Holstein und letztes Jahr in Rheinland-Teils unterwegs wo auch Landtagswahlen waren.
00:19:11: Und was uns also machen?
00:19:14: Workshops begleiten diese fraktional übergreifende Gruppe sehr intensiv.
00:19:19: Und vielleicht zwei Beispiele, die mir in Erinnerung geblieben sind.
00:19:24: Das eine ist ein neues Ratsmitglied, das so der Legislaturperiod zum ersten Mal drin war.
00:19:29: Meinte durch dieses Diskutieren über wie man miteinander umgehen motiviert sie selber Teil des Rates zu bleiben und Sie kann sich gut vorstellen dass es auch neue Mitglieder motiviert weil es natürlich einen Rahmen schafft von Wie sollen wir miteinander um gehen?
00:19:45: So und wenn ich mir vorstelle Ich bin jetzt zum ersten mal Gremium drin und dann ist ein Umgangston, der mich total verschreckt war und soll ich dieses Ehrenamt noch weiter ausführen.
00:19:57: Eine zweite Stimme kam vom Bürgermeister, der meinte durch das Projekt Respekt im Rat hat sich die Gesprächskultur im Rat verbessert.
00:20:07: aber auch die Prozesse haben sich verbessert und sind schneller geworden weil eine der häufigsten Kritikpunkte ist Der Überzug der Sitzungslänge.
00:20:20: Also, und allein wenn man dann nochmal sich darüber in den Austausch kommt... Was wollen wir hier eigentlich?
00:20:26: Wie kriegen wir das gut hin, dass wir auch dieses Ehrenamt noch mit unserem Hauptberuf und Familie zusammenführen können?
00:20:35: Dann ist es glaube ich das ideale Beispiel dafür was erwachsen kann.
00:20:40: Ach toll!
00:20:40: Das klingt auch wunderbar.
00:20:42: So Stichwort stark im Amt.
00:20:45: Wie greifen dann jetzt dieses Online-Portal stark am Abend und auch das neue Aktionsprogramm ineinander?
00:20:52: Und die Frage, die ich da noch, die sich direkt anschließt ist.
00:20:55: Wo finden Betroffene sofort Hilfe wenn es zum Beispiel an abends in der Stadt oder auch eine gemeine Vertretung tatsächlich massiv geknallt hat?
00:21:05: Ja!
00:21:06: Das Spannende ist – genau wir wollen mit unserem
00:21:09: Projekt
00:21:10: Stark im Amts- oder Aktionsprogramm schnellstens auf die Straße Angebote geben und natürlich nicht für alles gibt es so innerhalb von vierundzwanzig Stunden Hilfe.
00:21:20: Aber spannend, dass du dann stark im Amt ansprichst.
00:21:22: weil starkem Amt haben wir initiiert als erst mal ein Informationsportal.
00:21:27: Da können Betroffene von Anfeindungen online hingehen und sich informieren.
00:21:32: Daraus Erwachsen ist eine starke Stelle, die jetzt beim BMI auch angesiedelt ist mit einer Hotline.
00:21:36: das heißt Personen können sich da auch Xylophone schmelden also wenn jetzt was Heute passiert, gestern passiert ist.
00:21:43: In irgendeiner Situation können sich ansmandatstragende Datelefone schmelden und werden kostenfrei beraten.
00:21:49: Also auch per Mail- und Videocore.
00:21:52: Und der Vorteil vom Aktionsprogramm ist zweierlei, würde ich sagen.
00:21:56: Einerseits werden Angebote durch das Aktionsprogramm die es gibt wie die starke Stelle dadurch noch mehr in die breite Masse getragen.
00:22:04: aber die Starke Stelle bietet auch im Rahmen des Aktions-Programms Workshops vor Ort an für Ansomandats-Tragene.
00:22:11: Wie können Sie in Situationen umgehen bei Hass, Hetze und Anfeindung?
00:22:14: Das heißt da spielt immer so ein bisschen zusammen von die Angebote, die es schon gibt.
00:22:19: Von den erfahrenen Praxispartnern in die Breite zu tragen und gleichzeitig das Angebot auch kostenfreien Kommunen zu ermöglichen.
00:22:28: So schauen wir jetzt mal positiv nach vorne!
00:22:32: Die Körberstiftung arbeitet ja auch eng mit uns also dem Städte bemeingetag Mecklenburg-Vorpommern aber natürlich noch intensiv mit anderen Stiftungen, die soll schützweise der Stiftung Bürgermod zusammen.
00:22:42: Janik warum ist dieses Netzwerk für euch gerade so wichtig?
00:22:45: Ja ich würde tatsächlich beginnen mit euch quasi ein bisschen weil ich finde lokale Verankerung ist zentral und das machen wir quasi mit euch, dass machen wir mit lokalen Praxispartnern, Multiplikatoren, Multiplicatoren, weil ohne diese lokale verankering kann das gar nicht funktionieren.
00:23:04: Das ist der eine Punkt dann Das ist ja auch Teil einer Netzwerkarbeit und Austausch, Erfahrungsaustausch.
00:23:10: Und dazu zählen dann die weiteren Stiftungen.
00:23:13: Was bei den anderen Stiftung natürlich aber auch zentral ist, ist das Geld so.
00:23:18: Also die Stiftungsmerkarte sind sehr wichtig wenn man es halt auch kostenfrei den Kommunen anbieten möchte.
00:23:26: So vielleicht da der kleine Exkurs kostenfreie in dem Sinne dass uns bewusst ist, dass personelle Ressourcen trotzdem benötigt werden.
00:23:36: Also um Workshop vor Ort umsetzen zu können, muss man dann drei bis vier Stunden vielleicht auch abkappen können, um das zu machen.
00:23:43: aber anders geht es dann halt nicht.
00:23:45: Aber genau ohne die Stiftung Mercator, Bertelsmann-Stiftung, Nordmetallstiftung Karl Feldheim-Striftung und auch uns die Geld reingeben wäre es gar nicht möglich das kostenfrei anzubieten.
00:23:56: Und da meintest du ja auch noch die Stiften BurgerMood, die dann so was operatives übernimmt.
00:24:00: Das heißt wenn sich jetzt Zuhörende interessieren daran, dann kommen sie bei der Stiftung Blogger Mut raus.
00:24:07: Wo die Kollegen dann quasi dieses Art des Matchings also Erstberatungen machen.
00:24:12: welche Bedarfe gibt es und welche Angebote haben wir denn auch machen?
00:24:18: Wenn das Aktionsprogramm Staatesmandat ein Erfolg wird, wovon mir ausgeht.
00:24:24: Das ist eine schöne Frage wie sieht dein Kommunalpolitik in einer Mecklenburgischen Stadt oder Gemeinde im Jahr-Zw.A.
00:24:33: Das ist eine große Frage zum Ende und sehr optimistisch und finde ich super, weil es auch immer gut ist, positiv in die Zukunft zu schauen.
00:24:43: Absolut!
00:24:44: Und ich würde ein bisschen darauf antworten aus so einer politischen Bildungsperspektive vielleicht und einer individualen Ebene vereinen.
00:24:52: Weil mein Ziel und Wunsch ist wenn Personen Teil des Aktionsprogramms waren, sei es ein Bürgermeister, eine Stadtretin oder eine Person aus der Verwaltung.
00:25:04: Wenn die nächstes Jahr wissen welche Werkzeuge und Hilfestellung sie wann wie und in welcher Situation anwenden können um gestärkt in die Zukunft dicken zu können dann ist das ein Erfolg.
00:25:16: so.
00:25:16: also sei es beispielsweise bei einer Anfeindung sei es bei dessen Information.
00:25:20: also Sie wissen sich fühlen sich gestärk in der Kommunalpolitik und engagieren sich weiterhin.
00:25:26: Das glaube ich wäre sehr, sehr gut!
00:25:30: Und idealerweise ist natürlich so.
00:25:32: den Punkt, will ich nochmal unterstreichen dass das Programm so in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, dass natürlich die Angebote wahrgenommen werden aber vor allem auch – und es glaube ich – die Angebot braucht es ja nur weil es diese Schmerzpunkte gibt und wenn die Öffentlichkeiten mehr ein Bewusstsein bekommt warum sich diese Person engagieren und unter welchen Rahmenbedingungen.
00:25:55: Ich glaube, das wäre auch so ein idealer Wunsch, dass die Öffentlichkeit da mehr sensibel ist in welchem Umfeld die Personen sich engagieren.
00:26:04: Und daran halten wir natürlich fest!
00:26:07: So wie können sich dann jetzt also wenn es jetzt weitere Kommunen gibt, die jetzt auf diese Folge hören und sagen Mensch, das klingt für uns ganz toll und spannend?
00:26:15: Wie können sich denn diese interessierten Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern jetzt noch melden bzw Welche Möglichkeiten haben diese Kommunen jetzt noch von dem Aktionsprogramm zu partizipieren?
00:26:28: Das Schöne ist, alle die jetzt zuhören und auch im Laufe des Jahres noch zuhörn können sich auf jeden Fall bei uns melden.
00:26:36: Sie können erst mal auf starkesmandat.de gehen, sich einen Überblick machen an den Angeboten oder auch direkt eine E-Mail schreiben an www.contactedstarkesmandats.de.
00:26:45: Geht dann direkt bei den Kolleginnen von der Stiftung Bürgermut ein wo sie dann direkt in Erstkontakt telefonisch oder per Mail auch aufnehmen.
00:26:52: Und das ist sozusagen der erste Schritt, den Kommunen jetzt machen können.
00:26:56: Wir sind total offen noch weiterer aus allen Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern aufzunehmen.
00:27:02: Dann – der zweite Punkt vielleicht?
00:27:05: Ich bin auch selber am zwanzigsten Fünften bei der Mitgliederversammlung von euch dabei und in Rostock genau.
00:27:14: Das ist ja nicht das Schönste, wenn man persönlich in den Austausch treten kann.
00:27:18: Und das heißt alle die jetzt zuhören und dann da sind ich will auch selber da sein... ...und dann kann ich diese Erstberatung von welcher Angebote haben wir welche Bedarfe gibt es direkt vor Ort wahrnehmen und freue mich natürlich noch mal mit dem Zielgruppen selber ins Gespräch zu treten.
00:27:36: Also fühlen Sie sich herzlich eingeladen, vom Stand oder am Stand der Körberstiftung wie gesagt am zwanzigsten Mai in Rostock im Rahmen unserer Mitgliederversammlung dann mit sich an den Groschern direkt ins Gesprächt zu kommen.
00:27:48: so und wir sind jetzt tatsächlich auch schon wieder am Ende dieser Folge.
00:27:52: ich möchte nochmal kurz zusammenfassen.
00:27:55: Wir haben heute gelernt ein starkes Mandat.
00:27:57: das fällt nicht einfach von dem Himmel.
00:27:59: es braucht also Handwerkzeug es braucht gegenseitigen Respekt Und das ist vielleicht das Wichtigste, es braucht das Wissen.
00:28:07: Dass man nicht alleine gelassen wird wenn es schwierig wird.
00:28:10: Janek ich danke dir für deine Einblicke.
00:28:12: die haben nämlich deutlich gemacht dass Resilienz kein Luxus gut ist sondern ja letztendlich auch die Basis für eine funktionierende Verwaltung.
00:28:19: Ich dank sie ganz herzlich, dass du mit dabei gewesen bist und möchte mich an dieser Stelle schon mal mit dem Verabschieden
00:28:26: Danke dir!
00:28:27: Auf jeden Fall super, dass Du nach Hamburg gekommen bist.
00:28:29: ich habe mich sehr gefreut hier einmal bei euch ein Prozess sein zu dürfen.
00:28:32: Vielen Dank dafür.
00:28:34: Liebe Zuhörerinnen und liebe Zuhöre, die Demokratie lebt davon, dass Menschen wie Sie Verantwortung übernehmen.
00:28:40: Programme wie Starkesmandats sind dafür da, dass sie diese Last nicht um mit Rems tragen müssen.
00:28:45: Nutzen Sie also die Angebote, vernetzen Sie sich und vor allem bleiben Sie engagiert!
00:28:51: Alle Informationen und Links zum Programm finden Sie auf unserer Website und auch in den Show Notes.
00:28:56: In der nächsten Folge widmen wir uns dem Thema Bauturbo.
00:29:00: hasstige Turbulenz vs.
00:29:02: geordneter Stadtentwicklung?
00:29:04: Dieser Frage werde ich mit meinem Kollegen Abwitschen versuchen auf den Grund zu gehen!
00:29:09: Das war der STGT Podcast für heute, danke fürs Zuhören und bis zum nächsten
00:29:15: Mal!
Neuer Kommentar