Starke Frauen, Starke Kommunen - Der Quali-Check am Beispiel der Stadtwerke Rostock

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00:00:02: In unserer schnelllebigen Zeit, die geprägt ist vom ständigen Wandel stellt sich insbesondere im Berufsalltag die zentrale Frage.

00:00:10: Wie stellen wir sicher, dass alle Menschen in Arbeit die gleichen Chancen haben durch Weiterbildung am Ball zu bleiben und aktiv und gleichberechtigt da auch dran zu bleiben?

00:00:21: Und die Frage ist ob das Thema Gleichstellung hier eine zentraler Rolle spielt.

00:00:27: Ja, und damit ein herzliches Bekommen zu einer neuen Ausgabe unseres STGT-Podcasts.

00:00:33: Ich freu mich ganz besonders, dass wir heute bei den Stadtwerken Rostock zu Gast sein dürfen.

00:00:38: Und natürlich haben wir auch wieder zwei hervorragende Gäste hier in Ersendung.

00:00:43: Zum einen darf ich begrüßen Anna Witt vom Landesfrauenrat.

00:00:47: Anna, schön, dass du mit dabei bist!

00:00:48: Hallo, guten Tag.

00:00:49: Ich freue mich, dass ich dabei sein darf.

00:00:51: Marima, du kannst ja mal kurz erzählen was deine Aufgaben beim Landesfrauenrat sind?

00:00:56: Sehr gerne.

00:00:57: Also der Landesfrauenrat hat viele Projekte unter anderem das Projekt Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit, in dem wir nicht tätig sind.

00:01:04: Und unsere Aufgabe ist es den ESF Plus also den europäischen Sozialfonds hier im MV zu begleiten und vor allen Dingen ganz speziell zum Thema Gleichstellung.

00:01:13: dann Gleichstellung der Geschlechter ist ein Querschnittsziel des ESF plus.

00:01:17: da gibt viel Geld ins Land vor allem um hier den Arbeitsmarkt zu fördern aber nicht nur.

00:01:22: Und eine Bedingung sozusagen ist, dass das Querschen-C-Gleichstellung eben umgesetzt wird.

00:01:27: Dass eben alle Maßnahmen, alle Gelder die ins Land gehen auch allen gleichermaßen ja so gute kommen.

00:01:34: und deswegen ist Gleichstellung ganz viel in ganz vielen Themen natürlich drin und wir sind dadurch auch in vielen Themen und vor allem eben auch im Weiterbilden.

00:01:43: Prima!

00:01:44: In unserer Runde darf ich auch ganz herzlich Gela Fenner von den Stadtwerken Rostock begrüßen.

00:01:50: Gela, schön, dass du mit dabei bist.

00:01:52: Erzähl doch mal ganz kurz was deine Aufgaben und vor allem auch Themen hier bei den Stadtwerkern Rostok sind?

00:01:58: Ja vielen Dank für die schöne Begrüßung!

00:02:00: Herzlich willkommen bei den Stadwerken.

00:02:03: Ich freue mich das ihr hier seid.

00:02:05: Ich selber bin seit fünf einhalb Jahren bei den stadtwerken tätig seit gut drei jahren in einer Führungsposition.

00:02:13: Ich leite hier den Stadtwerkerservice.

00:02:15: Dazu gehören drei Teams mit verschiedenen unterschiedlichen Aufgaben, insgesamt twenty-fünf Mitarbeiter.

00:02:22: Ich habe einmal das Team des Personalservices.

00:02:24: Wir kümmern uns um die Entgeltabrechnung unserer knapp siebenhundert Mitarbeiter Um die Personalverwaltung also sowas wie Arbeitsverträge erstellen Elternzeiten umsetzen Teilzeit organisieren.

00:02:36: Das sind so unsere Themen in diesem Team.

00:02:39: Dann gehört bei mir auch noch das Team des Betriebsrestaurants dazu.

00:02:44: Wir sind verantwortlich für die Frühstücks- und Mittagsversorgung unserer Mitarbeitenden, bieten auch ein internes Catering an wenn wir hier interne Veranstaltungen haben.

00:02:54: Das gehört mit dazu.

00:02:56: und das dritte Team, das ist der Stadtwerker Support.

00:02:59: Der Stadtwerkersupport sorgt für die Grundvoraussetzungen damit unsere Mitarbeiter gut arbeiten können.

00:03:05: es geht da zum Beispiel um Zutritte zum Gelände und zu den Räumen.

00:03:10: wir organisieren dass jeder den passenden Stuhl und dem passenden Schreibtisch hat buchen Fahrkarten und Hotels für die Dienstreisen weil ein paar Themen zu nennen, die jetzt hier so ein bisschen unter meinen Fittichen laufen.

00:03:22: Tatsächlich bin ich aber auch vor allem eine ganz begeisterte Nutznieserin der Personalentwicklung und der Qualifizierungsangebote, die die Stadtwerke Rostock... insbesondere eben auch Frauen anbieten.

00:03:36: Das klingt sehr, sehr spannend!

00:03:37: Ich glaube da steigen wir gleich nochmal ein bisschen intensiver ein.

00:03:41: Anna und auch Gela... Wir wollen uns ja heute über das Thema Weiterbildung unterhalten und auch darüber mal sprechen warum gut qualifizierte Frauen Ja, jetzt nicht nur für die Kommunen sondern auch für die Wirtschaft.

00:03:56: Auch vor allem für die kommunale Wirtschaft von Bedeutung sind und welche Höhen es da gibt und wo noch dran geschraubt werden müsste damit das alles vielleicht dann doch ein bisschen besser läuft.

00:04:09: Anna jetzt habe ich aber erst mal die erste Frage, die möchte ich gerne an dich richten.

00:04:14: Und zwar wie hängt das Thema Weiterbildung mit dem Thema Gleichstellung zusammen.

00:04:21: Du hast es in deiner Einführung schon so kurz angerissen, aber interessiert mich jetzt natürlich noch mal ein bisschen intensiver deine Perspektive dazu?

00:04:30: Na klar gern!

00:04:31: Also Weiterbildung und Gleichstellung hängen eng zusammen.

00:04:33: dann nur durch Weiterbildung ist eben der Zugang zu Wissen

00:04:36: und

00:04:37: ja zur aktuellen Qualifikation auch zu einer beruflichen Entwicklung möglich und eben auch entscheiden, wo man im Leben steht.

00:04:44: Welche guten Jobs man bekommt, ob man in Führungspositionen kommt, da geht es auch um höheres Einkommen.

00:04:49: also natürlich ist Weiterbildung ein ganz wesentlicher Teil von dem Leben langs lernen an dem wir alle partizipieren.

00:04:57: Wie hängt jetzt Weiterbildung?

00:05:00: Geschlecht noch zusammen oder Gleichstellung.

00:05:03: Es ist so, dass in der Vergangenheit es ein große Unwucht gab, das also grundsätzlich viel weniger Frauen an Weiterbildung und vor allen Dingen an betrieblicher Weiterbildung teilgenommen haben.

00:05:12: Schön ist, dass die Entwicklung jetzt zeigt – das hat sich geändert!

00:05:15: Das hat sich so ein bisschen angepasst was wunderbar ist.

00:05:19: Und trotzdem wenn man genauer in die Zahlen schaut sieht man, dass dann Ungleichgewichtere... Also

00:05:24: angepassten auch nicht im Sinne von es ist auf gleichem Level?

00:05:26: Es ist

00:05:27: auf gleichen Level aber weil bestimmte Themen reinguckt, schaut man ist in trotzdem Ungleichheiten da.

00:05:33: Deswegen können wir noch nicht von der geschlechtergerechten Weiterbildung sprechen und das sind auch deutschlandweite Zahlen.

00:05:38: also das bezieht sich nicht nur aus MV sondern das ist überall so.

00:05:41: und wenn man mal ein bisschen genauer guckt es ist so dass Frauen vor allen Dingen viel weniger aus dem Unternehmen heraus angesprochen werden, Weiterbildung überhaupt zu machen bzw.

00:05:56: ja genau das ist das eine.

00:05:57: also da gibt es einen Unwucht.

00:05:59: dann gibt's auch ein Unwuch bei dem Thema Finanzierung.

00:06:02: denn wir wissen ja Frauen nehmen anscheinend genauso viele Teil wie Männern aber sie finanzieren es häufig aus eigener Taschen.

00:06:08: und wenn wir dann überlegen dass wir den Gender Pell Gap haben Grundsätzlich weniger verdienen, auch wenn sie in den gleichen Position sind und wir uns überlegen dass Sie dann auf eigene Kosten also Individualkosten Weiterbildung machen.

00:06:23: Dann ist das nicht in Ordnung, da ist alles andere als Firmung.

00:06:27: Wir sehen auch, dass vor allen Dingen die Gruppe der Mütter in den Unternehmen am wenigsten angesprochen werden Und gleichzeitig Müttern die höchste Gruppe sind, die auf eigen Initiative eben an Weiterbildung teilnehmen.

00:06:39: Wenn man das mal in den Bezug zu Federn setzt, ist so dass Fede am meisten Unternehmen angesprochen werden.

00:06:45: Also es ist verrückt wie sich zeigt, dass sozusagen Kehrarbeit, Kehrverantwortung unterschiedlich bewertet wird im Unternehmen und damit haben wir auch nur eine Ungleichheit.

00:06:54: Das ist eine Lücke die natürlich nicht weiterbestehen darf weil sie im Grunde zeigt, Keherarbeit diskriminiert in dem Fall nur Frauen Männern nicht

00:07:01: Ja, aber vielen Dank erstmal für den Einblick auch.

00:07:04: Total interessant und auch spannend das mal so im globalen zu hören.

00:07:10: Gela wie sieht es dann jetzt an der Praxis aus?

00:07:13: Du bist hier bei den Stadtwerken Rostock und so nach meiner Wahrnehmung ist das hier ein relativ modernes kommunales Unternehmen.

00:07:21: gibt es denn jetzt hier bei dem Stadtwerk in Rostocks spezielle Programme oder auch Anreize für Frauen?

00:07:29: Wie wichtig ist es?

00:07:30: Vielleicht kannst du da ja auch so ein bisschen aus den internen Abläufen hier mal berichten, die interne Qualifikation letztendlich zu fördern.

00:07:39: Das würde ich erst einmal unterstreichen mit dem innovativen kommunalen Unternehmen auf jeden Fall.

00:07:45: Die Stadtwerke Rostock bieten sowohl Frauen als auch Männern zahlreiche und vielfältige Weiterbildungsangebote an.

00:07:53: Wir haben z.B.

00:07:54: berufsbegleitende Qualifizierung und auch fachliche Fortbildung, wir haben e-Learnings bei denen man dann auch sehr flexibel im Selbststudium sich Themen aneignen kann.

00:08:06: Wir haben Softskilltraining sowohl für Mitarbeiter als auch für Führungskräfte.

00:08:11: Wir bieten den Zugang zu verschiedensten Netzwerkveranstaltungen.

00:08:14: Netzwerken ist ja immer noch eine ganz wichtige Sache um auch wieder sich weiter bilden zu können und Kontakt zu schließen.

00:08:22: Und wir haben auch tatsächlich Mentoring-Programme für Männer und für Frauen.

00:08:27: Speziell für Frauen nutzen wir das Mentoringprogramm Aufstieg in Unternehmen, Mentoring für Frauen in der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

00:08:36: Das ist vom Bildungswerk der Wirtschaft unterstützt und motivierte Frauen werden dabei in ihrem beruflichen Aufstiegenführungspositionen begleitet und auch bei der Stärkung ihrer Führungskompetenzen unterstützt.

00:08:50: Das ist ein ganz, ganz tolles Programm.

00:08:52: die Stadtwerke Rostock nutzten dieses Programm schon seit sehr langer Zeit.

00:08:56: Seit zwei Tausend neunzehn haben mittlerweile fünfzehn Mitarbeiterinnen in der Stadtwerk Rostrock dieses Programm durchlaufen und teilgenommen.

00:09:06: Auch im aktuellen Durchgang, der jetzt im Januar gestartet ist sind wieder drei Teilnehmerin dabei.

00:09:13: Wie

00:09:13: lange ist so'n Durchgang?

00:09:14: Es dauert einen Jahr mit Vorbereitung und Nachbereitung sage ich mal noch ein bisschen länger, aber diese Mentoring-Phase dauert einen Jahr.

00:09:23: Und es sind immer so drei Säulen auf die sich dieses Mentoringprogramm stützt.

00:09:28: Die erste Säule ist tatsächlich das Mentoring selber.

00:09:30: Das bedeutet eine erfahrene Mentor oder eine erfahrende Mentorin aus einem anderen Unternehmen – und das ist auch wichtig damit man halt so ein bisschen einen weiteren Blickwinkel hat und vielleicht nicht nur im eigenen Saftschmord.

00:09:44: Also ein Mentor oder eine Mentorin aus einem anderen Unternehmen steht den Mentes mit Rat und Tat zur Seite, berät sie Teilerfahrung aus dem Führungsalltag.

00:09:57: Das geschieht vor allem in sogenannten Tandemtreffen.

00:09:59: Man sitzt also zu zweit dort, bespricht die Themen, die einen gerade wirklich bewegen und bekommt dann von einer sehr kompetenten und erfahrenen Person Denkanstöße, Ratschläge was auch immer.

00:10:13: Das ist eine und auch eine sehr wichtige Säule dieses Programms.

00:10:16: Eine weitere Säume sind die begleitenden Weiterbildungsangebote.

00:10:22: Das bedeutet, es werden Workshops angeboten zu verschiedenen karrierelevanten Themen wie Führung oder Kommunikation, Konfliktmanagement und das dann immer bei verschiedensten hochqualifizierten Trainerinnen und Trainern.

00:10:35: also wirklich ganz tolle Themen, die da beackert werden.

00:10:40: Und die dritte Säule, die noch zu dem Mentoring-Programm gehört, das sind regionale und überregionale Netzwerkangebote.

00:10:47: Das heißt, es gibt Themenbezogene Netzwerktreffen.

00:10:50: Zum Beispiel treffen sich auch die Mentes untereinander, tauschen sich aus und das hilft eben auch mal weiter jemanden zu haben der in einer ähnlichen Situation steckt wie man selber und sich da entsprechend austauschen kann.

00:11:03: Und zum Teil ist es so dass man dann auch das Netzwerk des Mentors oder der Mentorin mit nutzen anzapfen kann und das kann natürlich immer noch interessant und förderlich sein.

00:11:16: Ich habe selber in den Programmen als Menti teilgenommen und bin absolut begeistert, es war wirklich sehr gut.

00:11:27: Es hat mir enorm dabei geholfen in meiner Führungsrolle anzukommen und tatsächlich bin ich mit dem Durchgang der jetzt im Januar gestartet wird selber Mentoren geworden und nehme jetzt als Mentorin daran teil.

00:11:42: Und darf jetzt meine Erfahrungen weitergehen?

00:11:45: Das klingt doch gut!

00:11:46: Ja, auf jeden Fall.

00:11:48: Du hattest gerade eben ja auch nochmal nach der Förderung von interner Qualifizierung gefragt.

00:11:55: Ich halte das für extrem wichtig dass es da eine Förderum gibt.

00:12:00: wir leben So wie Anna das eben ja auch schon gesagt hatte, in einer sich ständig wandelnden Welt.

00:12:06: Wir sprechen immer von Vuka und diesen ganzen Dingen.

00:12:10: Das heißt unser Wissen und Können müssen wir unbedingt kontinuierlich weiterentwickeln damit wir am Ball bleiben und auch zukunftsfähig bleiben können.

00:12:19: Ich sag mal denke ich für ein Unternehmen wichtig aber natürlich auch für die einzelnen Menschen selber.

00:12:25: Und das heißt aus meiner Sicht müssen wir Erfahrung mit aktuellem Wissen und Können kombinieren, um erfolgreich zu sein.

00:12:33: Und das funktioniert aus meiner Sicht am besten durch interne Qualifizierung gepaart mit internen und externen Erfahrungsaustausch.

00:12:40: Deswegen denke ich es ist ein sehr wichtiger Punkt und sollte auf jeden Fall gefördert

00:12:45: werden.

00:12:46: Ja wo du es gerade angesprochen hast also super wichtig natürlich auch Weiterbildung natürlich für die Unternehmen, damit sie auch qualifizierte Mitarbeiterinnen und natürlich auch Mitarbeiter haben.

00:12:58: Aber ganz wichtig natürlich auch dieses Für sich selbst diese persönliche Weiterentwicklung und auch dieses Gefühl für ja ich habe Raum um noch mehr oder mich tatsächlich auch weiter entwickeln zu können.

00:13:10: also Ich finde das waren zwei sehr wichtige Punkte auch.

00:13:14: Mich würde nochmal interessieren Gela Wie ist das in den Stadtwerken, Rostock?

00:13:18: Müssen die Mitarbeiter proaktiv losgehen und sich Weiterbildungsmöglichkeiten auch mal suchen?

00:13:27: oder ist es abteilungsweise wie auch immer dass die der Vorgesetzte sagt so wir haben jetzt hier ihr müsst immer.

00:13:35: Also ich würde sagen sowohl als auch.

00:13:37: Also das heißt, wenn jemand natürlich eine Idee hat in die er sich gerne entwickeln möchte, in der er sich gern portbilden und qualifizieren möchte.

00:13:45: Dann kann er dazu natürlich immer die Hand heben und sagen, dass würde mich interessieren.

00:13:50: Wir haben es auch ein bisschen strukturiert eigentlich ganz gut strukturierte.

00:13:54: wir führen jährlich Mitarbeitergespräche Und da ist es auch eine feste Größe oder eine festes Frage Das zu fragen gibt es irgendwelche Qualifizierungswünsche?

00:14:06: Und das heißt, wir haben es dann auch schon ein bisschen mitsystematisch aufgenommen zu erfassen was es für Wünsche gibt die vielleicht jetzt nicht sich ganz offensichtlich aus der tagtäglichen Arbeit.

00:14:16: Also haben die Vorgesetzte das dann auch regelmäßig?

00:14:21: Genau richtig und wie gesagt halten wir auch fest und die andere Seite ist natürlich die dass wir auch einen großes Angebot haben also gerade was bei uns ich sage jetzt mal im letzten Jahr gelaufen ist Wir haben einige neue Arbeitsmittel eingesetzt, wir haben sehr viel dazu geschult.

00:14:39: Das ganze Thema KI ist bei uns natürlich auch ein Thema.

00:14:42: das heißt Wir bieten ganz proaktiv Schulungen zu diesen Themen an.

00:14:46: Das sind jetzt sage ich mal so bisschen übergeordnete Themen.

00:14:49: Wir haben aber auch ja Führungskräfte Weiterbildungen die wir anbieten ganz Pro aktiv ohne dass einer sagen muss Ich möchte gerne sowas machen da wird sehr systematisch und das auch für die verschiedensten Führungs ebenen angeboten.

00:15:04: Also da, glaube ich, kommt von beiden Seiten hier oder ist auf jeden Fall die Möglichkeit.

00:15:09: Die Mitarbeiter selber kann sich äußern aber auch dass das Unternehmen schon mitdenkt und vordenkt und Dinge aktiv und proaktiv mit anbietet.

00:15:19: Da ist sehr viel Weitsicht bei den Stadtwerken Rostock erkennbar.

00:15:24: Eine letzte Frage noch!

00:15:26: Und wenn du sie mir nicht beantworten kannst, ist es überhaupt nicht schlimm.

00:15:29: Aber mich würde natürlich auch nochmal brennend interessieren Oder die Frage einfach, seid ihr bei dem Thema mit den... Also es gibt ja noch viele andere Stadtwerke auch in Mecklenburg-Vorpommern.

00:15:41: Seid ihr da irgendwie vernetzt?

00:15:43: Und ist das ein Thema wo man vielleicht auch mit anderen Stadtwerken sich mal austauscht?

00:15:50: oder

00:15:51: zum Thema Weiterbildung?

00:15:52: Genau!

00:15:52: Ich glaube es gibt hier auch noch den Verband kommunaler Unternehmen VKU

00:15:55: auf jeden Fall, genau.

00:15:57: Der bietet auch verschiedenste Qualifizierungsmöglichkeiten und Schulungsangebote an.

00:16:02: Wir nutzen auch im Stadtwerkeumfeld viele Netzwerke die dann auch wiederum Weiterbildungs- und solche Veranstaltungen anbieten zum Beispiel die Energieforan.

00:16:14: Das heißt, wir sind da schon gut vernetzt auf den verschiedenen Ebenen.

00:16:18: Auch Netzwerke in Rostock zu unterschiedlichen Fachthemen.

00:16:23: Da ist es mal Personal dann das ist mal IT und es ist mal Nachhaltigkeit.

00:16:27: also da sind die Grenzen ja auch manchmal so ein bisschen fließend zwischen der Weiterbildung Qualifikation und Netzwerken aus denen dann auch wieder solche Angebote entstehen.

00:16:37: Na, jetzt komme ich nochmal zu dir zurück.

00:16:40: Und zwar hast du vorhin schon mitgeteilt das Finanzierung und natürlich auch Kehrarbeit so... Hürden sind für Frauen.

00:16:51: Was das Thema Weiterbildung und Qualifizierungsmaßnahmen betrifft, angeht?

00:16:57: Meine Frage, die ich jetzt gerne an dich noch richten möchte, insbesondere was das Thema weiterbildung jetzt betriffe, welche sind die größten Hindernisse?

00:17:05: Also neben diesen beiden Punkten, die wir schon erwähnt haben gibt es dann auch weitere.

00:17:10: wie schätzt du das ein?

00:17:11: Ja

00:17:11: auf jeden Fall!

00:17:12: Ich würde gern noch etwas zu dir sagen Gela.

00:17:14: Das ist natürlich ein Idealbeispiel dafür dass Weiterbildung in der Unternehmensstruktur so etabliert ist und eine Unternehmskulptur wird.

00:17:23: Das ist auch viel einfacher, es sind natürlich beide Seiten voneinander zu wissen einerseits aber eben auch dann zum Zesen.

00:17:29: Das wäre sehr schön zu hören.

00:17:31: Deine Frage zu den größten Hürden?

00:17:34: Also zum einen ist es so dass die eine der größten hürde ist das wir sehen dass weiterbildungsangebote häufig sich an Vollzeitarbeiten gerichten.

00:17:44: wenn wir auch schauen in welchen Rahmenbedingungen Frauen arbeiten, ist es so dass sie häufiger in Präkernen in befristeten Arbeitsverhältnissen sind.

00:17:52: Auch das sind Rahmenbedingerung die ungünstig sind wenn wir auf die Weiterbildungsteilnahme schauen.

00:17:58: Ansonsten die größte Hürde würde ich tatsächlich sagen, sind vor allen Dingen Vorurteile und Rollenbilder auch immer noch über Geschlechter aber vor allem die betrieblichen Armbedingungen.

00:18:14: Weil wenn wir hören, dass der Vorzug immer noch ganz klar bei den Männern liegt natürlich unbewusst und nicht absichtlich dann ist das problematisch.

00:18:22: Dann ist das eine große Hürde die von unterschiedlichen Seiten auch bearbeitet werden müsste.

00:18:28: also müsste wie ich es jetzt Gela so schön erzählt hat einfach Unternehmenskultur sein, alle gleichermaßen anzusprechen.

00:18:34: Und eben nicht nur diejenigen Vollzeit arbeiten und vor allen Dingen auch diejenigen Teilzeitarbeiten mehr zu sehen und auch anzusprechen.

00:18:40: Also das ist so ein Problem.

00:18:42: Auch diese fehlende Unterstützung der Arbeitgeber, dass aktiv auf die arbeitähnenden Zugang wird, ist auch problematisch weil häufig gesagt wird naja Frauen haben sich die Zeit oder sie ... vergessen es dann oder ist für sie nicht so wichtig, sondern wir sehen ja mit den aktuellen Zahlen das Mütter die sind aus der Eigeninitiative am meisten an solchen Dingen teilnehmen.

00:19:02: Das widerlegt hier auch ein bisschen das Klischee.

00:19:04: oder das Denken dass Frauen in dieser Zeit gar nicht daran interessiert sein zeigt nur eher es sind strukturelle Rahmenbedingungen, struktuelle Gegebenheiten die aber nicht unveränderbar sind.

00:19:14: deswegen adressiere ich da schon auch Führungskräfte sind die, wie du es auch gerade so schön gesagt hast.

00:19:21: Die Gespräche führen, Führungskräfte leiten, die sehen wer kann was wer hat wo Potenzial und all diese Dinge.

00:19:31: immer noch das größte Problem?

00:19:33: Ja, das können wir unterstreichen.

00:19:35: Das ist tatsächlich ein Aspekt, wo du sagst, Unternehmenskultur generell diese Philosophie, dass alle mitgenommen werden.

00:19:43: Deswegen finde ich den Ansatz von den Stadtwerken Rostock auch sehr wertvoll und danke nochmal, dass du uns da die Einblicke gewerst, Gela!

00:19:52: Jetzt guck ich nur mal an deine Richtung, Geli.

00:19:54: Es ist bestimmt nicht immer reibungslos.

00:19:58: Wie löst man ... Anna hat das ja gerade geschildert und ich glaube, vielleicht gibt es ja diese Herausforderung die ein oder andere vielleicht bei den Stadtwerken Rostock auch.

00:20:08: Wenn es Herausforderungen gibt oder Hindernisse wie löst man sie hier konkret?

00:20:12: Ja, ich glaube schon dass es ein paar Herausforderungen da ist und ich denke, dass es wichtig ist, dass man allgemein gute Rahmenbedingungen hat um diese Herausforderungen irgendwie auch zu lösen.

00:20:22: Da spricht man ja häufig auch von flexiblen Arbeitszeitmodellen, die da entgegenwirken können und die bekommt man es hin.

00:20:29: Beruf- und Privatleben gut zu vereinbaren.

00:20:32: Und ich glaube wenn man da gute Rahmenbedingungen hat dann ist das sowohl fürs Arbeiten sehr hilfreich und sehr wichtig aber genauso für die Qualifizierung und Weiterbildung.

00:20:43: Und da muss sich ganz ehrlich sagen haben wir bei den Stadtwerken hier auch relativ gute Möglichkeiten eigentlich nicht.

00:20:49: relativ gute Möglichkeiten, sondern sehr gute Möglichkeiten.

00:20:53: Es gibt bei uns flexible Arbeitszeitmodelle die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf jeden Fall gut unterstützen.

00:21:01: Wir haben die Möglichkeit Teilzeit zu arbeiten.

00:21:04: wir haben die möglichkeit Gleitzeit zu nutzen.

00:21:07: das bringt natürlich eine große Flexibilität mit.

00:21:09: rein langfristige Arbeitszeitkonten sind auch etwas was man gut nutzen kann.

00:21:16: Mobiles arbeiten, man kann auch gut mal eine Online-Schulung im mobilen Arbeiten machen.

00:21:21: Das ist gar kein Problem!

00:21:24: Wir haben Programme zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, also mein wie gesagt moderne Fort- und Weiterbildungsanbote, Angebote und auch ne faire Bezahlung von Männern.

00:21:35: Frauen alleine schon durch den Tarifvertrag der bringt uns natürlich da ein ganzes Stück weit nach vorne mit.

00:21:41: auch gerade beim Thema Dender Pay Gap, ist bei uns natürlich nicht so ein großes Problem oder gar kein Problem dadurch.

00:21:50: Ja und das finde ich hilft im normalen Arbeitsalltag aber auch bei der Weiterbildung.

00:21:55: Ich habe zum Beispiel auch mein langfristiges Arbeitszeitkonto genutzt um möglichst viele Angebote aus dem Mentoring Programm dann auch wahrnehmen zu können halt die wahrnehmen zu können, die jetzt auch vielleicht noch ein bisschen mehr am Rande des Themas standen.

00:22:13: Das war auf jeden Fall sehr gut und hat mir sehr viel Flexibilität geboten.

00:22:19: Ja darüber hinaus haben unsere Mitarbeiter auch die Möglichkeit Bildungsurlaub zu nehmen für privat gezahlte Weiterbildungen das heißt bis zu fünf Tage im Jahr oder man kann es auch ansparen auf zehn Tage.

00:22:31: in zwei Jahren können Mitarbeiter diesen Weiterbildungsurlaub nehmen und die Stadtwerke zahlen in diesem Zeitraum dann auch das Gehalt weiter.

00:22:42: Das nutzen bei uns ungefähr so im Durchschnitt zehn Mitarbeiter pro Jahr, was kann man da machen?

00:22:51: Man kann anerkannte Veranstaltungen zur politischen beruflichen Weiterbildung besuchen, man kann an erkannten Schulungen zum Ehrenamt kann daran teilnehmen oder An der Kante Bildungsveranstaltung findet man dann halt auf dieser kannten Webseite unter www.weiterbildung-mv.de.

00:23:10: Und ja, für diese Zwecke kann man das nutzen und das wird bei uns auch angenommen.

00:23:17: Du hattest noch eine weitere Frage oder einen Punkt so ein bisschen abgezielt auf die Hürden, die es vielleicht so ein bißchen gibt?

00:23:24: Ich denke Ja!

00:23:25: Es gibt grundsätzlich Hürde und die auch speziell Frauen betreffen.

00:23:30: Ich glaube, es ist ein bisschen so, was Anna vorhin auch sagte.

00:23:34: Vieles ist einfach noch in diesen klaren Rollenbildern vorhanden.

00:23:37: Manchmal ist das auch so, dass Männer häufiger Männer fördern.

00:23:41: Du hattest ja auch berichtet, dass sich das auf jeden Fall in den Statistiken nieder schlägt und das kann natürlich ein Hindernis für Frauen sein.

00:23:50: Ich glaube bei den Stadtwerken sind wir da schon wirklich sehr weit.

00:23:55: Wir haben einen... Verhältnismäßig oder vergleichsmässig rohen Frauenanteil.

00:24:00: Der Anteil weiblicher Führungskräftige.

00:24:02: ab jetzt mal die Zahlen vom letzten Jahr, beim Vorstand Fifty-Fifty bei der Führungsebene darunter den Bereichsleitenden sind es auch Fifty – Fifty.

00:24:13: dann auf den nächsten Ebenen sind es dann siebenundzwanzig Prozent Frauen, einundzwanzig Prozent Frauen etwas weniger.

00:24:20: Jetzt bin ich einmal bei Fifty–Fifty.

00:24:22: insgesamt sind wir trotzdem damit bei einem Schnitt von zweiunddreißig

00:24:25: Prozent

00:24:26: Und das ist, glaube ich im Vergleich schon sehr gut.

00:24:31: Ja was ist noch ein Hindernis?

00:24:33: Was vielleicht manchmal in die Quere kommen kann?

00:24:35: Frauen gehen nach der Arbeit ja häufig eher in die Betreuung der Kinder oder in den Betreuungen der Familien und haben dadurch dann auch oft weniger Zeit für die Netzwerkpflege – was ja auch wiederum ein Faktor ist, der mitentscheidend ist.

00:24:49: Manchmal sind Frauen vielleicht auch geprägt von den Rollenbildern zurückhalten dabei, Rückhaltender dabei Wünsche und Vorstellungen zu äußern.

00:25:02: Leiser vermutlich richtig!

00:25:03: Und das betrifft dann vielleicht auch mal den Zugang zur Weiterbildung.

00:25:08: Deswegen finde ich es richtig und wichtig dass Unternehmen einen Augenmerk darauf haben die Förderung, Qualifizierung von Frauen wirklich im Auge zu haben zu unterstützen.

00:25:21: Das fängt meiner Meinung nach im Kleinen an, wenn wie gesagt der Vorgesetzte fragt was ist denn jetzt gibt es dann noch etwas?

00:25:27: Das haben wir, wie ich eben schon sagte strukturiert dass das nicht nur zufällig passiert weil da einer gerade mal daran denkt sondern das passiert weil wir's wirklich mit der Führungskraft mitgeben, dass sie das fragen muss auch in den Gesprächen ja und es geht dann aber auch weiter mit Unternehmensintern angeboten speziell für Frauen.

00:25:47: Wir haben morgen zum Beispiel bei uns anlässlich des Weltfrauentags ein Power-Frauen

00:25:53: trefft,

00:25:54: also eine interne Power-frauentresch.

00:25:57: Richtig!

00:25:58: Eine interne Netzwerkveranstaltung, der dann alle Frauen des Unternehmens zusammenkommen dürfen.

00:26:05: Es ist auch schön dass das Zusammenspiel Stadtwerk, Rostock und die Power-Freunde hinterlassen.

00:26:09: Absolut!

00:26:10: Voller Energie kann man nicht anders sagen.

00:26:13: Riechtig und ich bin wirklich gespannt Was uns morgen erwartet.

00:26:17: Letztes Jahr hatten wir einen tollen Vortrag von einer sehr inspirierenden Frau und ich bin gespannt, was morgen passieren wird.

00:26:27: Ich glaube,

00:26:27: wir müssen diese Folge noch verlängern um ein paar Stunden damit wir vielleicht doch nochmal so bisschen live dabei sein könnten.

00:26:33: aber... Ich würde

00:26:34: gerne noch etwas zu den Hürden ergänzen, du hast ja schon ganz viel gesagt.

00:26:37: Wir dürfen auch nicht vergessen dass natürlich Menschen immer mit einem großen Gepäck kommen und gerade wenn wir auf Frauen schauen dann sind es die, die die Kehrarbeit leisten.

00:26:45: Weiterbildungsangebote müssen sich auch mehr daran orientieren, was Frauen brauchen und womit sie vor allen Dingen arbeiten können.

00:26:53: Du hast schon gesagt ihr macht Selbstlernprogramme oder Module und online Sachen.

00:26:57: das ist ein großer Schritt und wichtiger Schritt.

00:26:59: da werde ich mir überlege Bin ich zwei Wochen sozusagen raus und muss zwei Wochen an einem anderen Ort sein.

00:27:06: Ist das für die meisten mit Kerverantwortung nicht möglich, auch mit Pflegenden?

00:27:09: Aber wenn es eben Selbstlernmodul ist, wenn es online ist, dass es vibriert ist, sich aufteilt... Auch diese Dinge sind wichtig weil wir sehen, es ist noch ganz viel Luft nach oben!

00:27:18: Da kann Digitalisierung also auch in diesem Themenfeld unheimlich unterstützender.

00:27:24: Ja, vielen lieben Dank erst mal an euch beide!

00:27:26: Das ist bisher super inspirierend und zeigt ja teilweise trotzdem auf wo noch dringend nach zu justieren ist.

00:27:37: die nächste Frage, die ich jetzt habe, Anna, die würde ich gerne wieder an dich richten.

00:27:42: Hier möchte ich jetzt nochmal ganz allgemein fragen warum aus seiner Sicht brauchen insbesondere Frauen Weiterbildung?

00:27:50: In erster Linie, weil sie in Rückstand sind gegenüber den Männern.

00:27:53: Gerade wenn wir zum Beispiel uns die Zahlen zu dem Digitalisierungsgrad anschauen da liegen Frauen zurück.

00:27:58: das ist einerseits in der Anwendung also mit welchen digitalen Arbeitsmitteln Sie ja auf der Arbeit zu tun haben und womit sie arbeiten, aber es ist generell auch digitale Kompetenzen auf das ganze Leben gibt's sagen gesehen.

00:28:10: Also das ist eine.

00:28:11: Und wenn wir überlegen dass der digitale Wandel unser Leben extrem verändert, unsere Arbeitsweise, unser Zusammenleben dann sollten Frauen nicht nur gleichwertig mitauf sein sondern sie vor allen Dingen auch mitgestalten den digitalen Wandel.

00:28:24: Gerade wenn man so ein Stichwort sich rausucht wie so ein Substituierbarkeitspotenzial Die Frage, wie viel?

00:28:31: Also unprozentual.

00:28:32: ob es mein Job noch geben wird oder nicht.

00:28:34: Das ist vielen gar nicht bewusst, dass das ein Thema ist und dass wir eben heute nicht mehr lineare Lebensläufe haben von Jungen bis Alten in einem Unternehmen arbeiten sondern im Gegenteil immer wieder schauen müssen welches Skills braucht es.

00:28:46: wie muss ich mich weiterentwickeln?

00:28:49: Wir sehen auch in digitalen Berufen, in technischen Berufen sind Frauen unterrepräsentiert und das kann's nicht sein.

00:28:54: natürlich müssen wir Frauen deswegen mehr unterstützen beziehungsweise muss ein Fokus auf Frauen sein.

00:29:00: Gut, jetzt haben wir ja von dir schon wirklich ganz tolle Sachen gehört.

00:29:04: Was die Stadtwerke Rostock bieten und was sie auch dir geboten haben in deiner Entwicklung.

00:29:10: Das kann man denke ich mal schon als wunderbares Beispiel aufhören.

00:29:14: aber wie schätzt du das ein?

00:29:16: Gibt es bei den Stadtwerken Rostork oder sagst du erstmal so weitere Frauen, die durch Weiterbildung den nächsten Karrierschritt gemacht haben?

00:29:27: Und was sind das für Geschichten?

00:29:29: Das sind wir natürlich superneugierig.

00:29:31: Ja, die Geschichten gibt es auf jeden Fall und zahlreiche, muss man wirklich sagen, zahlreiche Beispiele für Weiterbildung durch Qualifizierung sowohl bei Fach als auch bei Führungskarrieren.

00:29:41: Bei beiden Themen ist das so.

00:29:44: Das zeigt sich wie gesagt auch besonders gut an dem Mentoring-Programm, was ich schon mal eben erwähnt hatte.

00:29:51: Wir haben wirklich zahlreichen Frauen aus verschiedensten Unternehmensbereichen Programm teilgenommen haben und dadurch dann auch die nächsten Karriere Schritt gegangen sind, und auch gemeistert haben.

00:30:02: Eine Kollegin hier aus dem Unternehmen, die früher im Rechtsbereich tätig war, die das Mentering durchlaufen hat, hat dann zunächst danach eine Sachbereitsleitung übernommen und ist mittlerweile Bereichsleiterin.

00:30:16: Also es ist ein sehr gutes Beispiel.

00:30:18: drei Kollegen aus dem Finanz IT- und auch Kundenservicebereich, Zwischen-zwei-tausend neunzehn und zwanzig an diesem Programm teilgenommen haben, sind jetzt Kompetenzfeldleiterin.

00:30:31: Das ist bei uns die nächste Führungsebene unterhalb der Bereichsleiter Und auch im Kraftwerk.

00:30:37: Wir sprechen ja auch manchmal von diesen technischen Berufen, die dann ein bisschen unterrepräsentiert sind bei Frauen.

00:30:43: Auch eine Kollegin aus dem Kraftwerk hat über das Mentoring in den letzten Jahren dort eine Teamleiterolle erreicht und es in diese Teamleitarolle gegangen.

00:30:53: Also das gibt wirklich einige, nicht nur wenige sondern wirklich einige Beispiele.

00:30:59: Zu denen wie gesagt auch ich dazugehöre die dann entweder den nächsten Karriere Schritt gegangen sind oder eben auch diese Unterstützung erfahren haben dort dann auch richtig gut anzukommen und sich in dieser Rolle dann entsprechend auch gut zu fühlen und so wohlzufühlen.

00:31:18: Und für mich ist es auch immer noch so ein Punkt Wenn man hier in die Stadtwerke kommt, ich bin ja gesagt vor fünf Jahren ins Unternehmen gekommen und habe einfach auch gesehen wie viele Frauen es hier in Führungspositionen gibt.

00:31:31: Und ich hab' auch immer gesehen sie sind auch happy damit!

00:31:34: Die wirken auch glücklich.

00:31:35: Ist für

00:31:35: dich so ein bisschen Motivation?

00:31:37: Absolut.

00:31:37: also für mich war das auch so wow... Das funktioniert hier.

00:31:42: Das kann man machen.

00:31:43: Es war für mich auch mit einem Entscheidungsgrund diesen Weg zu gehen, diesen Weg einzuschlagen Also dieses Thema Vorbild und Unterstützung, gegenseitige Unterstützung.

00:31:54: Das finde ich ist tatsächlich auch immer nochmal ein großes und wichtiges Thema bei der ganzen Sache weil wir sollten da auch zusehen dass wir unsere Netzwerke bilden das wir uns gegenseilig unterstützen.

00:32:05: in diesen Punkten

00:32:06: Ganz ganz wichtig.

00:32:07: Ja vielen Dank für diese Einblicke.

00:32:09: also es sind ja wirklich... Da glänzen die Stadtwerke Rostock tatsächlich Wunderbar.

00:32:15: nicht dass sie daran gezweifelt hätte.

00:32:16: bitte nicht falsch verstehen.

00:32:17: Das Beispiel zeigt ja einfach, wenn man es wirklich gut strategisch angeht.

00:32:23: Dass das Thema Weiterbildung und Gleichstellung auch in einem kommunalen Unternehmen durchaus erfolgreich sein kann und erfolgreich ist.

00:32:32: Und die Beispiele, die du gerade genannt hast belegen das ja dann ganz deutlich.

00:32:38: Jetzt gibt's aber wir haben von deinen Bestandsaufnahmen gehört.

00:32:44: Trotz alledem noch viele.

00:32:46: Ich nenn's jetzt einfach mal Baustellen.

00:32:49: Wie schätzt du das ein?

00:32:51: Was kann und vor allem was muss Politik, wenn wir jetzt mal den Politik als Adressat nehmen dazu beitragen Frauen weiter zu bestärken?

00:33:03: also zum einen ist es dass die strukturellen Rahmenbedingungen etwas sind, was bei der Politik liegt.

00:33:08: Also wie wir gerade gehört haben Kehrarbeit ist anscheinend ein Diskriminierungsfaktor in Unternehmen für Frauen in dem Fall und da kann die Politik natürlich durchaus was tun.

00:33:17: Ich weiß nicht ob ihr daran beteiligt seid oder von wisst es wird ja bald ein gleichtungspolitisches Rahmenprogramm in MV geben, was also ressortübergreifend Ziele und aber auch konkrete Maßnahmen enthält oder enthalten soll.

00:33:30: Es ist noch nicht veröffentlicht wo genau die Themen besprochen bzw.

00:33:34: niedergeschrieben sind und ich hoffe sehr das Weiterbildung-Einteil davon ist weil wenn man es wirklich institutionell und strukturell etabliert dann hat's auch Sinn als einzeln irgendwo rum zu stochern.

00:33:48: Dann gibt es bundesweit eine nationale Weiterbildungsstrategie.

00:33:52: Da sind natürlich auch Punkte festgelegt, aber das nützt natürlich nichts wenn der Informationsstand über Weiterbildung angeboten ist.

00:34:01: Zahlen zeigen auch dass Unternehmen häufig die Mitarbeitenden gar nicht von allen Möglichkeiten wissen.

00:34:07: also ich liegt da auch nicht nur an der Politik sondern eben auch an den Unternehmen selbst aktiv darüber zu informieren und auch wie du vorhin so schön angesprochen hast Gela zum motivieren Das ist das eine und auch Transparenz in den vielen Angeboten der Weiterbildung.

00:34:26: Das ist, glaube ich, auch noch ein Thema, dass man da besser an die Hand genommen wird.

00:34:33: Es muss sichtbarer werden, genau es muss besser kommuniziert werden und ich glaube, es muss vor allen Dingen auch mehr kommuniziert sein wie entscheidend Weiterbildung zukünftig sein wird.

00:34:42: Weil wenn wir schauen, wie unsere Arbeitswelt sich jetzt schon in den letzten zwanzig Jahren verändert hat und wir jetzt in die Zukunft schauen ganz klar.

00:34:48: Dann dürfen wir die Frauen nicht verlieren weil die Zahlen ja jetzt schon ungleich sind Und wenn wir das weiterschreiben dann haben wir eine Fortsetzung von Ungleichheit.

00:34:57: Das kann ja nicht in unserem Interesse sein.

00:34:59: Zum Beispiel letztes Jahr gab es in MV ein Weiterbildungstag, also der von Wirtschaftsministerium ausgerichtet wurde.

00:35:06: Auch das sind natürlich wichtige Stellschrauben bei solchen Tagen und bei solchen Kongressen, bei solchen großen Events auch die Gleichstellungsperspektive einzunehmen.

00:35:15: Wir haben zum Beispiel als Landeszentrum einfach eine Handreichung erstellt zum Thema Weiterbildungen im Unternehmen mit einer kleinen Checkliste.

00:35:21: Also so was ganz Praktisches Kleines, was Unternehmen im besten Fall mitnehmen können und selber mal schauen können.

00:35:27: wie sieht's bei uns dann aus?

00:35:29: Das ist natürlich auch immer, was viele Unternehmen sehen sich besser als sie eigentlich sind.

00:35:34: Was nicht heißt das die schlecht sind sondern dass sie vielleicht da auch... ...das es ganz gut tut auch mal so einen Podcast wie unseren jetzt mal zu hören zu merken.

00:35:41: Ist es wirklich bei uns so?

00:35:42: Dass wir alle ansprechen oder ist unbewusst, dass wir uns eben doch welche ein bisschen vom Radar verschwinden weil Sie vielleicht in Teilzeit arbeiten oder weil Sie gerade aus der Elternzeit

00:35:51: kommen?

00:35:52: Ja jetzt würde ich dich noch einmal bitten.

00:35:54: Wie schätzt du das ein?

00:35:56: Wir hatten jetzt ja geguckt, was Politik vielleicht machen kann oder natürlich auch intern Wirtschafts, also die Unternehmen nach innen hinein.

00:36:05: Welche Impulse können kommunale Unternehmen setzen?

00:36:09: Was braucht es intern um die Kultur der Weiterbildung zu schärfen und zu stärken, die vor allem insbesondere auf Frauen anspricht?

00:36:19: Ja, ich denke einige Punkte hatte ich ja vorhin auch schon genannt.

00:36:22: Diese Qualifizierungswürde wirklich aktiv und systematisch zu erfragen ist glaube ich ein sehr wichtiger Punkt.

00:36:29: dass man das immer im Blick hat wie gesagt in jahres mitarbeitenden Gesprächen oder auch in der Personalplanung das mit berücksichtigt die internen Frauennetzwerke zu etablieren und zu stützen und zu unterstützen ja und wie gesagt auch diese maßgeschneiderten Programme für Frauen anzubieten schon Unterschied.

00:36:48: Ich habe an sehr vielen Qualifizierungen und Weiterbildungen auch schon vorher teilgenommen, wenn da ein Raum ist in dem nur Frauen an einer Weiterbildung teilnehmen dann ist das noch mal ein ganz anderes Setting.

00:37:01: Das entsteht eine ganz andere Energie oder vielleicht auch manchmal Entspanntheit die nicht unbedingt zustande kommt, wenn das Gemischtegruppen sind und es wird auch manchmal über Themen gesprochen die nicht angesprochen werden, wenn Männer im Raum sind.

00:37:15: Und sie gehören auch mit dazu um entsprechend in Führungsrollen zu gehen eine Karriere zu machen.

00:37:23: das ist schon wichtig dass man da einen Rahmen hat für diese Themen.

00:37:27: Ja was ich schon nannte auch Vorbilder und Netzwerke ganz ganz wichtig.

00:37:34: Das müssen wir unbedingt fördern und uns auch immer gegenseitig bestärken, sagen okay mach das doch wo ich probier das.

00:37:42: Geh den Weg!

00:37:43: Das schaffst du, du kriegst auch Unterstützung.

00:37:45: Das auf jeden Fall sehr wichtig und ich finde es richtig wenn wir die Förderung fortsetzen für solche Programme denn solange wir weniger als die Hälfte der Führungspositionen in Deutschland von Frauen besetzt haben sollten wir unbedingt an der Förderungen festhalten.

00:38:03: denke wir sind bei den Stadtwerken hier schon auf einem guten Weg.

00:38:06: Da geht immer noch ein bisschen was.

00:38:09: Wir werden den Weg auf jeden Fall auch weitergehen, ich glaube in anderen Unternehmen besteht noch mehr Aufholbedarf.

00:38:14: aber so eine Förderung ist natürlich dann auch sehr hilfreich.

00:38:19: So und dann sind wir jetzt langsam tatsächlich auch schon.

00:38:23: oder nähern wir uns dem Ende?

00:38:24: Ich habe aber noch zwei Fragen vorbereitet.

00:38:31: Die finale Frage an dich liebe Gela biehen wir uns jetzt mal einfach das Spaßensalber zehn Jahre weiter.

00:38:37: Wir befinden uns also im Jahr two-tausendsechsunddreißig.

00:38:41: Schilder doch du mal, dass Bild wie die Arbeitswelt ja jetzt hier vielleicht konkret in den Stadtwerken Rostock in zehn Jahren aussehen könnte?

00:38:50: Ja ich denke in zehn jahren zwei tausend sechsten dreißig wird natürlich das Thema KI schon in ganz anderen Stufen vorhanden sein in den Unternehmen als es im Moment der Fall ist.

00:39:02: Das beschäftigt mich tatsächlich auch, sehr die Frage wie KI unseren Arbeitsalltag in Zukunft verändern wird.

00:39:10: Anna, du sprachst ja vorhin auch über die Digitalisierung und KI ist glaube ich da wirklich auch nochmal ein spezielles und großes Thema.

00:39:17: das heißt wir stehen hier von einem großen Umbruch und da sind natürlich mal wieder Veränderungsbereitschaft gefragt und auch Lernbereitsschaft

00:39:25: gefragt.

00:39:26: Also wer sich heute damit befasst, wie KI verantwortungsvoll und sicher eingesetzt werden kann hat morgen auf jeden Fall einen wichtigen und gefragten Kompetenzvorstrom.

00:39:36: Das heißt es geht jetzt schon darum sich unbedingt mit diesen Themen zu befassen auch in der Qualifizierung.

00:39:42: die können da natürlich jetzt wieder sehr weiterhelfen mit am Ball zu bleiben, da derjenige zu sein und zu sagen, ich habe mich ewig versucht um dieses Thema herumzudrücken.

00:39:53: Sondern ich habe es angenommen, mir angeguckt.

00:39:55: Ich habe versucht zu verstehen was da funktioniert, was passiert, worauf wir achten müssen.

00:40:01: Und von daher denke ich Qualifizierung auch in diesem Thema ist auf jeden Fall ein sehr wichtiger Einflussfaktor.

00:40:10: Deswegen auch wieder unglaublich wichtig dass die Qualifikierung auch zu diesen Zukunftsthemen dann auf den Frauen offen steht und es unterstützt wird.

00:40:19: Und sie dabei ja wirklich gefördert werden, Garanteil zu nehmen um diesen Weg zu gehen.

00:40:23: Liebe Anna!

00:40:24: Und ich habe natürlich auch noch eine finale Frage einer Abschlussfrage und zwar Was wünschst du dir für die nächsten zehn Jahre?

00:40:33: Ich wünsche mir, dass der Gender Pay Gap weiter schrumpft.

00:40:36: Der ist ja tatsächlich geschrumpf von achtzehn auf sechzehn innerhalb von zwei Jahren und ich jetzt auf die nächsten zehn Jahre gucke dann hoffe ich das wir da aber im einstelligen Bereich sind.

00:40:45: Das wäre ein Wunsch.

00:40:47: Wenn wir uns ein bisschen anschauen, wie gerade so MV aufgestellt ist es uns allen klar.

00:40:51: Es gibt große Veränderungen geben die großen Babybummer gehen alle in Rente da kommt nicht so viel nach Anfachkräften und gleichzeitig verändern sich dadurch auch die Machtstellung von Branchen.

00:41:02: wenn ich zum Beispiel schaue die Pflege- und Gesundheitsbranche wird ja noch wichtiger noch entscheidender und wenn wir wissen wer an diesen Branchen arbeitet nämlich Frauen Dann bin ich guter Dinge, dass dadurch auch positive Wirtschaftsveränderungen und natürlich damit auch Lebensveränderung für Frauen die ganze Gesellschaft

00:41:20: einhergehen.

00:41:21: Ansonsten hoffe ich, dass wir dann gerade wenn wir jetzt so auf kommunale Gremien schauen noch diverser aufgestellt sind weil wenn wir uns das angucken ist es noch sehr männlich dominiert.

00:41:31: Ich gehe stark davon aus, dass es in zehn Jahren nicht mehr so ist und auch marginalisierte Gruppen ob das jetzt behinderte Frauen sind oder nicht weiße Frauen aber dass die vielmehr inklusiv mit uns leben und vor allen gestalten.

00:41:45: Das ist das, was ich mir wünsche und was ich hoffentlich dann wirklich bewahrheit.

00:41:49: Das sind sehr schöne Wünsche und da hoffen wir alle dass die dann tatsächlich in zehn Jahren auch vielerorts so eintreten werden umsetzend umgesetzt werden so es besser.

00:42:01: Ich danke euch beiden ganz ganz herzlich für die wichtigen und wertvollen Einblicke, auch Impulse die ihr unseren Zuhörern heute hier geliefert habt.

00:42:12: Ich möchte nochmal ganz kurz zusammenfassen.

00:42:14: also wir haben heute erfahren dass Weiterbildung von Frauen letztendlich ein Gewinn für alle ist ob jetzt für Unternehmen, für Kommunalverwaltung, für kommunale Unternehmen und das die Rahmenbedingungen ganz wesentlich sind um das Thema Weiterbildung einerseits natürlich attraktiv zu halten, zu gestalten aber auch dann letztendlich möglich zu machen.

00:42:35: Es gibt Gela hat das vorhin so schön ausgeführt gute Förderangebote die es zu nutzen gilt und ja letztendling können kommunale Unternehmen wie das Beispiel der Stadtwerke Rostock hier ganz hervorragend auch als Vorbild agieren.

00:42:51: Ihr lieben ich danke euch ganz ganz herzlich nochmal für eure Impulse, für eurer Ausführung.

00:42:59: Ganz herzlich bei euch verabschieden.

00:43:01: Ja, vielen Dank.

00:43:02: Ich freue mich auf die Folge,

00:43:04: sie dann auch zu verteilen.

00:43:06: Ich bin gespannt und denke auch, dass wir mit dem Thema ein wichtiges Thema aufgegriffen haben.

00:43:12: Ich möchte die Gelegenheit nutzen ... Ein bisschen Werbung für nächste Ausgabe, für die nächste Episode des STGT-Podcasts zu geben.

00:43:22: Und zwar sind wir da in Gespräch mit Christian Schulenburg, dem neuen Verbandsvorsteher des Zweckwarners für elektronische Verwaltung Und der wird uns mal berichten, wie es aktuell zum Thema Digitalisierung in der Kommunalverwaltung so aussieht.

00:43:36: Ich bedanke mich fürs Zuhören und freue mich wenn Sie auch beim nächsten Mal wieder mit dabei sind!

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